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WissenGlossar

47 Fachbegriffe aus Putz, Wärmedämmung, Brandschutz und Stucco — kurz erklärt für Eigentümer, Architekten und alle, die mit Stuckateuren arbeiten.

D

Dämmstärke
Dicke der eingebauten Dämmschicht in Zentimetern. Übliche Werte für moderne WDVS liegen bei 14–20 cm; mehr bringt diminishing returns.
Diffusionsoffenheit
Fähigkeit eines Bauteils, Wasserdampf hindurch diffundieren zu lassen. Mineralische Putze und Holzfaser-Dämmstoffe sind diffusionsoffen — wichtig im Altbau.

E

Energieausweis
Pflichtdokument für Verkauf und Vermietung. Zeigt den Energiebedarf eines Gebäudes auf einer Skala von A+ bis H. Wird vom Energieberater erstellt, nicht vom Stuckateur.
EnEV / GEG
Gebäudeenergiegesetz (GEG, seit 2020) — Nachfolger der Energieeinsparverordnung (EnEV). Setzt Mindestanforderungen an Wärmedämmung und Heizungstechnik bei Neubau und Sanierung.

H

Heizlast
Wärmebedarf eines Gebäudes pro Stunde, in Kilowatt. Grundlage für die Auslegung der Heizungsanlage. Sinkt nach einer Dämmsanierung deutlich.

K

kWh/m²a
Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr — Maß für den Heizenergie-Bedarf. Unsanierter Altbau: oft über 200; gut sanierte Bestandsbauten: deutlich darunter.

L

Lambda-Wert
Wärmeleitfähigkeit eines Materials in W/(m·K). Niedrige Werte bedeuten gute Dämmung. Mineralwolle und EPS liegen typisch bei 0,032–0,040.

T

Taupunkt
Temperatur, bei der die Luft den Wasserdampf nicht mehr halten kann und Kondensat ausfällt. Liegt der Taupunkt im Wandquerschnitt, droht Bauschaden.

U

U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient. Gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter und Kelvin durch ein Bauteil verloren geht. Übliche Werte für moderne Außenwände liegen bei 0,2–0,3 W/m²K.

W

Wärmebrücke
Stelle in der Gebäudehülle mit erhöhtem Wärmeverlust, etwa an Balkonanschlüssen oder Fensterleibungen. Wärmebrücken kühlen aus und sind häufige Schimmel-Ursachen.